Jahresbericht der Aellix Wohnfamilie AG 2018

 

 

Das Jahr 2018 wird rückblickend als das Jahr der Veränderung und des Mutes in die Geschichte der Aellix Wohnfamilie eingehen. Voller Überzeugung und Engagement haben wir uns konsequent an den Bedürfnissen unserer  Klientel orientiert und daraus unseren gesamten Hilfeprozess ausgerichtet. Die Dienstleistungen orientierten sich passgenau am Entwicklungsstand des jeweiligen Klienten. Die drei bisherigen Gruppen wurden aufgelöst. Die Klienten werden nur noch von einem Team auf insgesamt drei Stockwerken betreut.  Das dadurch gewonnene Wir-Gefühl  manifestierte sich insbesondere in der Zufriedenheit unserer Klienten und Mitarbeiter.

 

Die Kooperation der sozialpädagogischen Dienstleistungsanbieter/ -innen in der Region Oberaargau wurde zielgerichtet optimiert. Zum Wohle der Kinder, Jugendlichen und Familien wie auch der zuweisenden Stellen haben sich die Institutionen für eine verbindliche Kooperation entschieden.  Die jeweiligen Organisationen sollen dennoch ihre Eigenständigkeit und Organisationsform behalten. Ziel ist es Synergien zu nutzen und neben dem fachlichen Austausch gemeinsame Projekte zu kreieren. Die Kooperation ermöglicht es zudem gegenüber zuweisenden Stellen als kompetenter Verhandlungspartner aufzutreten.

 

Um flexible, individuelle, sozialpädagogische Dienstleistungen anbieten zu können, mussten diverse Weiterbildungen durchgeführt werden. Mit Hilfe diverser qualifizierter Fachpersonen konnte sich das Team zu aktuellen fachlichen Themen weiterentwickeln und sich den bestehenden Anforderungen kompetent stellen. Besonders erfreulich war die Unterstützung einer Kunst- Mal und Gestaltungstherapeutin. Mit ihrer wöchentlichen Unterstützung, direkt in der Wohnfamilie, konnten einzelnen Klienten schulische und therapeutische Hilfe erhalten.

 

Durch gezieltes Coaching aller Fachpersonen konnte eine intensive und persönliche Auseinandersetzung mit der eigenen pädagogischen Haltung stattfinden.  Die Installation einer internen Stelle, die für die Kontrolle der Prozessgestaltung einer Platzierung verantwortlich ist, führte zu positiven Ergebnissen. Die prozessverantwortlichen  Fachpersonen wurden zur Selbstreflexion angeregt, zudem konnten Aufgaben verbindlicher und effizienter ausgeführt werden. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Dienstleistungsorganisationen entstand ein wertvoller Austausch der die Tragfähigkeit einzelner Situationen erhöhte und einen abrupten Wechsel einzelner Klienten in andere Institutionen verhinderte.

 

 

2 Klienten konnten in ihre Herkunftsfamilie zurückkehren oder in ein anderes externes, sozialpädagogisches Setting begleitet werden.  14 der insgesamt 15 bewilligten Plätze konnten am Ende des Jahres besetzt werden.

 

Auch in diesem Jahr konnte das kantonale Jugendamt der Aellix Wohnfamilie einen sehr hohen Qualitätsstandard attestieren. Trotz der zahlreichen Herausforderungen, Z.B hoher Zeit- und Kostendruck und den komplexer werdenden Problemlagen der Klienten, konnten wir unsere Betreuungsqualität beibehalten. Zentrale Massnahmen waren die Flexibilisierung unserer Hilfen und eine starke Vernetzung mit anderen Akteuren im Hilfesystem.

 

Der Heimleitung und den Mitarbeitern gebührt grosser Dank für ihren leidenschaftlichen Einsatz.

 

 

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